Jugendfahrdienst

Frederik und Marc

Büllingen 176

Telefon 080 / 64 72 00

Montag, Mittwoch und Freitag

von 20 bis 21 Uhr


Der Jugendfahrdienst "Frederik und Marc"

  1. Was ist "Frederik und Marc"?
  2. Was ist bisher bei den Behörden geschehen ?
  3. Wie funktioniert der Dienst ?
  4. Wer arbeitet noch mit ?
  5. Wie kann ich helfen ?
  6. Termine, Adressen
  7. Bilanz 1997


   Was  ist "Frederik & Marc" ?

Nach dem tragischen Tod der beiden Büllinger Jugendlichen Frederik Genten und Marc Lauter im Jahre 1995 war in der ostbelgischen Presse ein Appell der Bürgermeister der Eifelgemeinden zu lesen, ein Aufruf zur Vernunft und Mitarbeit zwecks Verbesserung der Verkehrssicherheit. In diesem öffentlichen Aufruf war neben Ankündigung von Maßnahmen u.a. von der Eigenverantwortung aller Bürger die Rede.
Seit dieser Zeit besteht auch der Jugendfahrdienst "Frederik und Marc", der sich zum Ziel gesetzt hat, tragischen Unfällen mit Jugendlichen vorzubeugen, indem er junge Menschen der Altgemeinden Büllingen und Rocherath zwischen 14 und 18 Jahren nachts ehrenamtlich nach Hause bringt, und zwar von 0 bis 5 Uhr

Der "Erfolg" hat uns recht gegeben: der Dienst ist ausgiebig genutzt worden. Mehr noch: wir stellen fest, daß seitdem immer mehr Jugendliche und Eltern verantwortungsvoll und bewußt mitgearbeitet haben, sei es im Jugendfahrdienst "Frederik und Marc"oder bei der Mithilfe an einer Sensibilisierung der Menschen unserer Gegend durch Versammlungen, Presseinformationen und Veranstaltungen (wie z.B. der alkoholfreie Ball "Just for Music").

Einzelaktionen von privater Seite (wie z.B. Fahrgemeinschaften, Jugendfahrdienste, alkoholfreie Bälle, Versammlungen zur Bewußsteinbildung bei Jugendlichen und Erwachsenen u.ä.) sind gut und sinnvoll und haben auch schon Wirkung gezeigt. Sie werden jedoch erst dann voll greifen können, wenn die für die allgemeine Sicherheit zuständigen Behörden diesen Initiativen durch begleitende Maßnahmen den Rücken stärken.

Wir warten auf konkrete Ergebnisse der Gespräche, die nach Schilderung des Büllinger Bürgermeisters Gerhard Palm auf interkommunaler Ebene im Gange sind.

Mit dem Engagement der Behörden wird die Initiative "Frederik und Marc“ auch nicht den Mut verlieren und aufgeben, sondern gemeinsam mit Jugendlichen, Veranstaltern und Eltern an neuen Wegen zu sinnvoller und frohmachender Freizeitgestaltung weiter bauen können.

An den Anfang der Seite 


 Was ist bisher bei den Behörden geschehen ?

Im Juni 1996 erging ein Brief mit einer Unterschriftensammlung an die Bürgermeister und Gemeinderäte der fünf belgischen Eifelgemeinden

Das Echo war erher kärglich: Drei Gemeinden antworteten überhaupt nicht, eine ausweichend, lediglich die Gemeinde Büllingen antwortete ausführlicher und stellte weitere Aktionen auf interkommunaler Ebene in Aussicht.

Hier der Wortlaut des Briefes, der mit den Unterschriften an die Gemeindevertreter ging:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, Sehr geehrte Damen und Herren Schöffen, Sehr geehrte Damen und Herren Gemeindemandatare !

Vor Jahresfrist, nach dem tragischen Tod der beiden Jugendlichen Frederik und Marc, war in der ostbelgischen Presse ein Appell der Bürgermeister der Eifelgemeinden zu lesen, ein Aufruf zur Vernunft und Mitarbeit zwecks Verbesserung der Verkehrssicherheit. In diesem öffentlichen Aufruf war neben Ankündigung von Maßnahmen u.a. von der Eigenverantwortung aller Bürger die Rede.

Kurz darauf rief der Jugendtreff Büllingen zusammen mit einer Reihe von besorgten Eltern den Jugendfahrdienst "Frederik und Marc“ ins Leben . Außerdem ist bei Menschen unserer Gegend durch Versammlungen, Presseinformationen und Veranstaltungen (z.B. der alkoholfreie Ball "Just for Music") eine Bewußtseinsbildung in Gang gesetzt worden.

Die Gendarmeriebehörden haben ebenfalls eine Reaktion gezeigt; die Kontrollen sind verstärkt und gezielt durchgeführt worden.

Heute, nach einem Jahr, stellen wir fest, daß immer mehr Eltern verantwortungsvoll und bewußt mitarbeiten, doch immer häufiger hören wir von den Eltern und den Mitarbeitern des Jugendfahrdienstes, daß sie sich von den Behörden alleingelassen fühlen. Immer stärker häufen sich die Fragen:

  1. Wann werden in den Eifelgemeinden Maßnahmen ergriffen, die zu einer einheitlichen Sperrstunde führen ? (Verordnungen, Verwarnungen, Stichproben, einschneidende Bußgelder für Veranstalter und Gäste bei Überschreitung ...)
  2. Wie weit ist die Ausarbeitung von Kriterien und Auflagen für die Veranstalter vorangekommen, vor allem in bezug auf allgemeine Rahmenbedingungen wie Einlaßkontrolle (Altersgrenze angekündigt auf Eintrittskarten und Anzeigen), Ausschankbeschränkungen von Alkohol an Minderjährige, Lautstärke, Überfüllung der Säle, Lichtverhältnisse, Taxidienst, Verbot der Werbung mit "Schnaps-Theken“ o.ä.?

Die Eltern sind der Ansicht, daß Einzelaktionen von privater Seite (wie z.B. Fahrgemeinschaften, Jugendfahrdienste, alkoholfreie Bälle, Versammlungen zur Bewußsteinbildung bei Jugendlichen und Erwachsenen u.ä.) zwar gut und sinnvoll sind, jedoch kaum Wirkung zeigen können, wenn die für die allgemeine Sicherheit zuständigen Behörden ihnen nicht durch begleitende Maßnahmen den Rücken stärken. Wie können Eltern oder alleinerziehende Elternteile ohne strikte, engagierte und rigorose Maßnahmen seitens der Behörden der ständig steigenden Flut von oft sinnentleerten, nur durch materielle Habgier motivierten Veranstaltungen, wirksam entgegentreten ?

Deshalb richten die unterzeichnenden Personen, die sich seit längerer Zeit Sorgen machen, einen dringenden Appell an die Gemeindeverantwortlichen der fünf Eifelgemeinden, endlich konkrete Schritte zu unternehmen, damit Initiativen wie die unsere nicht den Mut verlieren und aufgeben, sondern gemeinsam mit Jugendlichen, Behörden, Veranstaltern und Eltern an neuen Wegen zu sinnvoller und frohmachender Freizeitgestaltung bauen können.

(Es folgten ca 600 Unterschriften, von Bürgern anläßlich des Frühjahrsmarktes im Juni 1996 gesammelt.)

An den Anfang der Seite 


 Wie funktioniert der Dienst ?